Hochschulpolitik

Hier werden verschiedene Informationen und Quellen rund um die Themen Hochschule, Universität, Bildung, Hochschul- und Bildungspolitik und Studium gesammelt, mit einem Fokus auf die "Freie" Universität Berlin.

Dies soll zu einem Verständnis über Hochschul- und Bildungspolitik beitragen und verschiedene Kritiken an aktuellen Verhältnissen einen Raum geben.

Diese Seite ist ein Projekt der Referate für Hochschulpolitik und Lehre & Studium und soll in den kommenden Semestern weiter gefüllt werden.

 

Wegweiser Hochschulpolitik

Gremien und Organe der FU Berlin

"Hochschulpolitik kann ganz schön kompliziert sein. Auf verschiedenen Ebenen treffen verschiedene Menschen teilweise intransparente Entscheidungen, die dann unser Studium ganz konkret beeinflussen. Aber wer entscheidet eigentlich was an dieser Universität und wo haben Studierende ein Mitspracherecht? Wie hat sich dieses Verhältnis in den letzten Jahren verändert?

Eine Übersicht zu diesen Themen haben wir in diesem Leitfaden für dich zusammengestellt. Zwischen diesen Seiten erhältst du einen Überblick über die Akademische Selbstverwaltung, den institutionellen Rahmen für demokratische Mitbestimmung an der FU Berlin. Daneben existiert eine vielfältige Selbstorganisierung unter Studierenden, die die Studentische Selbstverwaltung tragen, die in einer weiteren Ausgabe der Reihe Wegweiser Hochschulpolitik erklärt wird."

 

Das Cover der Broschüre "Wegweiser Hochschulpolitik"

Um die PDF online zu lesen oder runterzuladen einfach auf das Bild klicken.

 

Wegweiser Hochschulpolitik

Studentische Selbstverwaltung

Ein ausführlicher Infoflyer, ähnlich dem zu "Gremien und Organe der FU Berlin" ist in Arbeit und wird voraussichtlich im Wintersemester 2019/20 erscheinen. Dort wird konkreter auf AStA, Stupa, Fachschaftsinitiativen und Hochschulgruppen eingegangen.

 

Die Freie Universität Berlin vor dem Börsengang?

Bemerkungen zur Ökonomisierung der Wissenschaft

"Bodo Zeuner analysiert in seiner Abschiedsvorlesung vom 11. Juli 2007 als Professor für Politikwissenschaft den Prozess der Umwandlung von Universitäten in Unternehmen am Beispiel der Freien Universität Berlin, die 2006 zur unternehmerischsten Universität Deutschlands gewählt wurde. Akademische Institutionen der Forschung und des Lernens in Unternehmen zu verwandeln bedeutet, sie in gewinnorientierte Unternehmen zu verwandeln, ihre Produktion zu kommerzialisieren, einen ruinösen Wettbewerb zwischen ihnen zu fördern und alle Formen der internen Demokratie und Mitbestimmung zu beseitigen. Als "Geschäftsmodell"-Projekt ist es voller Inkonsistenzen. Und obwohl es Widerstandsmöglichkeiten gibt, weisen sie nicht alle in die gleiche Richtung."

Text als PDF online lesen oder runterladen.

Zeuner, B. (2007). Die Freie Universität Berlin vor dem Börsengang?. PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 37(148), 325-350

 

Wandel der Hochschulstruktur durch weiche Steuerung

Das Beispiel der Freien Universität Berlin

"Seit einigen Jahren sieht es so aus, als ob Hochschulen nur noch an der effektiven Produktion von Absolventen und Absolventinnen für die internationalen Märkte und sehr viel weniger, wenn überhaupt, an der Ausbildung einer kritischen Intelligenz interessiert sind. Zur Analyse und Lösung der zahlreichen Krisen (und Kriege) der vergangenen Jahre haben die Gesellschaftswissenschaften wenig beigetragen. Anders als nach der Finanzkrise 2007 verkündet fand eine Abkehr von der neoliberalen Politik gerade an Hochschulen keineswegs statt. Das Gegenteil war der Fall. Jetzt erst begann so richtig das Diktat einer Ökonomisierung der Bildung zu greifen. Der Hebel für den durchschlagenden Erfolg neoliberaler Reformen im Hochschulbereich unter dem Motto "Mehr Autonomie für die Hochschulen" ist das Konzept einer weichen Steuerung, das von bisherigen Strategien der Hochschulpolitik abweicht. Weiche Steuerung oder "soft law", wie der englische Begriff heißt, ist das Gegenteil einer "harten Steuerung" durch Gesetze, scheinbar schonungsvoll, menschenfreundlich und angenehm, aber anders als diese nicht demokratisch legitimiert. Als Beispiel für die Transformation einer Institution mittels des Konzepts weicher Steuerung wird in dem Band die Freie Universität Berlin, insbesondere der Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, untersucht."

Dieses Buch ist ein gutes Einstiegswerk um die Hochschulstruktur an der FU grundlegend und in ihrem Wandel der letzten Jahre zu verstehen.

Es ist ausleihbar im Bibliotheksbestand der FU oder bestellbar für 8€ über den BdWi-Verlag.

Walz, Sarah. Wandel der Hochschulstruktur durch weiche Steuerung: das Beispiel der Freien Universität Berlin. Reihe Hochschule, Band 10. Marburg: BdWi-Verlag, 2016. 154 Seiten